Cryptocoryne wendtii - Wasserkelch mit vielen Gesichtern
Unter den Wasserkelchen (Cryptocoryne) zählt Cryptocoryne wendtii zu den einfach zu haltenden Arten. Mit einer Höhe von maximal 25 cm und einer Breite von 15 cm lässt sie sich auch in kleineren Aquarien pflegen. Wendts Wasserkelch, so die deutsche Bezeichnung, vermehrt sich über Ausläufer. Bei guten Bedingungen kann sich der Bestand an Pflanzen schnell vergrößern, so dass das eine oder andere Kleinaquarium dann doch in Verlegenheit gerät. Bei einer Neuanlage sollte dies daher entsprechend eingeplant und Platz freigehalten werden.

Cryptocoryne wendtii hat ein sehr variables Erscheinungsbild.
Zudem hat der Wasserkelch Ähnlichkeit mit anderen Cryptocorynen, die
ihrerseits einen variablen Habitus haben. Das macht die Artbestimmung
ohne weitere Anhaltspunkte häufig schwierig.
Pogostemon helferi - Sterne für das Wasser
Pogostemon helferi (Kleiner Wasserstern) gilt anders als Pogostemon stellatus (Sternpflanze) als weniger schwieriger Kandidat im Aquarium. Doch den Wasserstern als anspruchslos zu bezeichnen, trifft des Pudels Kern dann auch wieder nicht. Der Kleine Wasserstern ist ein Sonnenanbeter und gehört ins Starklichtbecken. Zudem will er ordentlich mit Nährstoffen und Kohlendioxid versorgt werden. Lediglich bei der Wasserbeschaffenheit gibt sich der Kleine Wasserstern großzügiger als die Verwandtschaft und akzeptiert mittelhartes Wasser sowie alkalische pH-Werte.
Hier geht es zum PortraitPogostemon helferi ist nicht ganz anspruchslos bei der Pflege, aber aufgrund
der geringen Größe ideal geeignet für Nano- und Kleinaquarien.
Lobelia cardinalis - Genügsamer "Kardinal"
Lobelia cardinalis (Kardinalslobelie) ist ein dankbarer Pflegling. Beheimatet ist das recht anspruchslose Gewächs in Nord- und Mittelamerika. Sie kommt im Aquarium mit weniger als 0,5 Watt pro Liter aus, jedoch ist ihr Wuchs unter stärkerer Beleuchtung kompakter und somit auch attraktiver. Bei den Wasserwerten stellt die Lobelie keine besonderen Ansprüche und auch der Bodengrund muss nicht besonders nährstoffhaltig sein.

Eine unkomplizierte Pflanze im Aquarium ist Lobelia cardinalis. Sie
gibt sich in ihren Ansprüchen bescheiden, ist aber wie alle Aquarienpflanzen
nicht böse, wenn man ihr mehr als das Notwendigste anbietet. Sie ist dank des
steuerbaren Wachstums ein guter Kandidat für das Nano- und Kleinaquarium.
Inzwischen gibt es sogar eine Zwergform.
Juncus repens - Eine Binse, die kaum in die Binsen geht
Juncus repens (Kriechende Binse) gehört zu den Aquarienpflanzen, die ihren Pflegern keine großen Klimmzüge abverlangen. Am natürlichen Standort wächst sie emers und submers im Flachwasserbereich. Besonders lichtbedürftig ist sie nicht, bildet jedoch bei stärkerem Licht leicht rötliche Blätter aus. Im Nano- und Kleinaquarium sollten maximal 0,5 Watt pro Liter für die Haltung ausreichen. Am meisten sagen der Binse weiches, leicht saures Wasser und eine gute Kohlendioxidversorgung zu. Jedoch ist eine Haltung auch in hartem Wasser möglich. Auf die gute Kohlendioxidversorgung sollte man (gerade) dort dann nicht unbedingt verzichten.
Hier geht es zum PortraitJuncus repens dürfte wahrscheinlich auch in weniger optimal aufgebauten
Aquarien noch eine manierliche Figur abgeben. Doch wie bei allen Pflanzen
hat man ihr nur dauerhaft wirklich Freude, wenn das Aquarium all seinen
Bewohnern gerecht wird. Überbesatz und luschige Aquarienpflege
schaden Flora und Fauna gleichermaßen.
Pogostemon stellatus - Schön, aber schwierig
Pogostemon stellatus (Sternpflanze) gehört zu den schönsten Aquarienpflanzen - allerdings auch zu den am schwierigsten zu haltenden. Für eine erfolgreiche Pflege im Aquarium ist zunächst einmal sehr viel Licht erforderlich. Die Sternpflanze ist also ein Kandidat für das Starklichtaquarium. Ebenfalls unabdingbar ist eine sehr gute Versorgung mit Kohlendioxid sowie eine konstante und ausgewogenen Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen. Für Anfänger ist sie definitiv nicht geeignet.
Hier geht es zum PortraitHübsch ist sie, die Sternpflanze. Doch Pogostemon stellatus verlangt
dem Pfleger einiges ab, bis sie sich in ihrer ganzen Pracht präsentiert.
Anfänger und solche Fischaquarianer, die nur wenig Augenmerk auf
die Pflanzenpflege richten, lassen besser die Finger von ihr.
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